Deutschland
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Mar S Spa H: OK
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Italien
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Wes - Spa: Bounce with Spa 2:2;
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Osmanisches Reich
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Nap H: Dislodged by Apu 3:1; |
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- F Nap (kein Rückzug angegeben) |
Russland
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Ion S Apu - Nap: OK
alle anderen H |
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3 möglich, keine angegeben |
Pressemitteilung aus den Times vom 8.11.1903:
*Reportage von Hauptmann John Miller*
*Wie unser König wirklich starb*
Es ist der 3.11., 23:04, als mich Laufbursche Peter erreicht. Mit
bestürzter Miene redet er auf mich ein, bittet, doch schnell in das
Schlafzimmer seiner Majestät zu kommen. Ich springe sofort auf, eile
springenden Schrittes den langen Korridor zum Bunkereingang entlang. Ich
kann sowieso seit Nächten nicht mehr schlafen, das deutsche
Artilleriefeuer und die schrecklichen Erinnerungen an vergangene
Kriegseinsätze halten mich beständig wach. Zudem bin ich besorgt: Der
Gesundheitszustand von König Matthäus verschlechterte sich in letzter
Zeit zusehends, dabei bin ich doch für die persönliche Betreuung des
Herrschers verantwortlich.
Inzwischen bin ich beim Bunker angekommen. Die Wachen kennen mich zwar
schon, trotzdem muss ich mich ausweisen. Man ist misstrauisch geworden,
seit die Front so nahe gerückt ist, seitdem deutsch-französische Agenten
im Buckingham-Palast eine Bombe hochgehen haben lassen. Doch ich werde
eingelassen, kann das dunkle, vor Artillerieschlägen sichere Gebäude
betreten. Also steige ich langsam die Treppe hinunter. Sie ist in keinem
schönen Zustand, ist im Begriff, zu vermodern, und wahrlich kein
würdiger Platz für einen König, der zu seinen Lebzeiten derart
verschwenderisch residierte. Auch ist die Luft von einem nie gekannten
Geruch erfüllt, die Herrschaften, an denen ich vorbei gehe, haben Mühe,
ihren Abscheu nicht zu zeigen.
Mittlerwiele erreiche ich das Gemach meines Königs, die Tür wird von
einem Lakaien geöffnet, ich betrete ehrfürchtig das noch immer
herrschaflich eingerichtete Zimmer. Da liegt er, der früher so stolze
Herrscher, nun nur mehr - ebenso wie sein Reich - ein Schatten seiner
Selbst. Schlohweißes Haar bedeckt das abgemagerte Gesicht des Regenten,
um die eingefallenen, ausdruckslosen Augen regieren dunkle Ringe, die
sich fürchterlich vom ansonsten blassen Gesicht abheben. "Eure
Majestät???" frage ich behutsam, die Augen aufmerksam auf den König
gerichtet. Von der langen Krankheit geschwächt, kann dieser nur langsam
seinen einst so hochmütig erhobenen Kopf zu mir wenden: "Ah, Miller, du
... du alter Kämpfer!" "Ja, Sir?" "Wir müssen angreifen, zurückschlagen,
diese ... diese Verräter ein ... ein für alle Mal besiegen!" "Wie denn,
Eure Majestät?"
Ich bekomme keine Antwort...
Denn der letzte englische Herrscher, Matthäus der König, ist schon tot,
gestorben einsam, verlassen in einem Bunker, wo in deutsche Soldaten
nicht mehr erreichen konnten, schwachsinnig und Optimist bis zuletzt.
Reportage von
Sir John Miller
Pressemitteilung:
Auszüge aus der Rede seiner heiligen Majestät, des Zaren von Russland,
anlässlich der Situation Europas im Herbst 1902 vor einer Abordnung von
Kosaken und den „Müttern für ein glorreiches Russland“:
Mein treues Volk,
... wende ich mich in dieser schweren Stunde an mein Volk. Umgeben von
Feinden, die Russlands Grenzen bedrohen, weil sie es nicht ertragen,
Russland in Frieden und Freiheit wachsen zu sehen, warne ich jeden
Aggressor vor weiteren Schritten, die Russland Grenzen überschreiten
wollen....
... auch wenn Verrat den Feind bis an die Grenzen unseres Landes
gebracht hat, und die Situation nicht unterschätzt werden darf, weiß
ich, das Russland am Ende seinen Weg des Friedens und Fortschritts
weitergehen wird.
Bedauerlicherweise ist der begonnene Demokratisierungsprozess zu
unterbrechen, weil wir alle Kraft dafür aufwenden müssen, den Feind
aufzuhalten. Doch verspreche ich, dass die begonne-nen demokratischen
Maßnahmen fortgesetzt werden, sobald wieder Frieden in Europa herrscht.
Bis dahin, meine Untertanen, bitte ich euch, mir wie bisher euer
uneingeschränktes Vertrauen zu geben, damit wir dem Feind gemeinsam auf
das Haupt schlagen.
Österreich-Ungarn hat sich mit dem Osmanen verbunden, und steht an der
Grenze zu Russland. Die Gier des Türken, den Halbmond über Europa wehen
zu sehen, ist so groß, dass er selbst ein einseitiges Wachstum
Österreich-Ungarns hinnimmt, ohne selbst unmittelbaren Vorteil dieser
unheiligen Allianz zu haben. Der Angriff dieser Allianz kann schon jetzt
als gescheitert angesehen werden, was auch nicht verwundert, haben sie
doch nur eine anderthalbfache Übermacht. Wir laden den Feind ein,
Russland im Winter zu besuchen, und es wird ihm ergehen, wie früher
schon Napoleon....
Wir vertrauen darauf, dass der deutsche Kaiser seine Nominierung zum
Träger des Friedensnobelpreises, den Russland aktiv unterstützte,
rechtfertigt. Wir geben zu, dass es ein Fehler war, uns nach Schlesien
zu begeben. Doch geschah dies nicht in böser Absicht, wie wir dem
deutschen Kaiser versichert haben, sondern auf Grund eines
Missverständnisses, bedingt durch die Intrigen des Feindes. Wir sind
frei genug, uns gegenüber dem Deutsche Reich für diese Nachlässigkeit zu
entschuldigen. Daher unterstützen wir das Deutsche Reich auf seine
drängenden Bitten...
Allerdings mag das Deutsche Reich die Entschuldigung nicht als Anlass
für falsche Anstrengungen nehmen: Auch wenn wir derzeit die Hoffnung
haben, dass das Deutsche Reich die Fehler früherer Jahre nicht
wiederholen wird, wird Russland es niemals hinnehmen, wenn einmalige
Verfehlungen als Grund dafür genommen werden, die Machtgelüste des
Österreichers zu unterstützen.
Skandinavien kann, wie wir zufrieden feststellen können, als befriedet
angesehen werden. Russland hat sich entschieden, dem Ruf des
norwegischen Volkes zu folgen, und Norwegen von der Vorherrschaft des
englischen Tyrannen zu befreien.
Des englische Volk sei versichert, das Russland ihm nach wie vor in
brüderlicher Zuneigung zugetan ist, und dass Russland niemals die
Grenzen Englands berühren wird. Sollte allerdings der derzeitige König
Englands sein unwürdiges Schauspiel fortsetzen, wird Russland genötigt
sein können, das englische Volk bei einer Amtsenthebung dieses Königs,
der sein ehemals stol-zes Reich binnen kürzester Zeit zu Grunde
gerichtet hat, zu unterstützen.
...wissen wir aus der Geschichte, dass Russland selbst dann, wenn es
schwach erscheinen mag, kein leichtes Opfer fremden Machtbestrebens ist.
Diejenigen, die die Geschichte nicht ken-nen oder meinen, dass für sie
andere Gesetze gelten, mögen diese Lektion grausam lernen.
Wir betonen, dass Russland nicht beabsichtigte, Europas Frieden zu
brechen. Diejenigen Völker Europas, die in ihrer Weisheit mit Russland
verhandeln wollen, sind herzlich eingeladen dies zu tun. Allerdings wird
Russland sich nicht mit Worten abspeisen lassen. Sollte die Allianz der
Feinde aber ihre Aggression gegen Russland fortsetzen rufe ich mein Volk
dazu auf, das Schwert zu erheben, und den Feind mit aller Macht
davonzujagen. Ich weiß, mein treues und stolzes Volk, dass trotz aller
Not und allen Leids am Ende unserer Einigkeit den Feind abwehren wird.
Ich bin stolz ein Kind dieses Landes zu sein!